Geschichte

2007 wurde Geschichte geschrieben

Geschichte Stern des Südens
Gründungsfoto vom 31.05.2007
Am 31.05.2007 trafen sich im Flörsheimer Restaurant "Bootshaus" auf Anregung von Lisete Schwarz Interessenten zur Gründung eines Vereins.  Ziel des Vereins sollte sein, hilfsbedürftigen Personen uneigennützige Hilfe und Förderung zukommen zu lassen. Insbesondere bei der Bildung und Erziehung von Kindern und der Jugendhilfe Unterstützung geleistet werden.

Die Gründungsmitglieder des Vereins standen schnell fest (in alphabetischer Reihenfolge):
Birgit Engelter, Sofia Georgiadou, Hildegund Klockner, Emiliana Miranda, Melanie Pagel, Elizete Preußler, Jürgen Preußler, Ute Reinhard, Petra Rose, Holger Schwarz, Lisete Schwarz, Marlene Steidl, Marina Steidl, Hildegarde Wurm.

Projekte in Brasilien und Deutschland

Lisete Schwarz ist gebürtige Brasilianerin und kam der Liebe wegen vor über 20 Jahren nach Deutschland. Schon damals nahm sie sich vor, bedürftigen Kindern zu helfen, sobald sie selbst finanziell besser dasteht: "Wenn es mir einmal besser geht, werde ich etwas tun, um die Bildungschancen armer Kinder zu verbessern." Gemeinsam mit Ihrer Schwester Marli Rohleder, die noch in Brasilien lebt, organisiert sie mit Ihrem Verein Hilfsprojekte in brasilianischen und deutschen Schulen und Kindergärten.

Hilfe für über 3000 Kinder

Seit 2007 konnte bereits über 3000 Kindern geholfen werden. Musikinstrumente, Schulmaterialien, eine Rampe für Rollstuhlfahrer, ein neuer Schuppen, die Renovierung eines Schulgebäudes in Brasilien - das sind nur wenige von zahlreichen Projekten, die seitdem in Deutschland und Brasilien verwirklicht wurden.

Wir danken allen Mitgliedern und Unterstützern des Vereins und freuen uns auf die nächsten erfolgreichen Jahre!

Zitat Stern des Südens Unsere Vorsitzende erzählt 

"Seit mehr als 28 Jahren setze ich mich für gute Beziehungen zwischen Brasilien und Deutschland ein. Meine Großeltern stammen beide aus Deutschland. Sie verließen das Land mit vielen anderen Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg. In Brasilien wurden meine vier Geschwister und ich in armen Verhältnissen groß. Schon früh musste ich lernen,  für ein besseres Leben zu kämpfen. Ein Wirbelsturm vernichtete mein Zuhause als ich sechs Jahre alt war. Meine Mutter sagte damals: „Kind, wir sind jetzt arm geworden, aber es gibt Millionen von Menschen auf dieser Erde, die noch viel ärmer sind als wir. Denen müssen wir helfen.“ Das hat mich als Sechsjährige geprägt und nicht mehr losgelassen. Seitdem war es mein Bestreben, armen Menschen zu helfen. Ich nahm mir vor, die Bildungschancen armer Kinder zu verbessern, wenn es mir einmal besser geht.

1988 heiratete ich und zog nach Deutschland. Anschließend besuchte ich meine Eltern in Brasilien.

Meine Mutter wünschte sich „nichts für sich, aber sie freute sich, wenn ich den armen Bauernkindern etwas mitbringen konnte“.  Als meine Mutter vor 10 Jahren starb, war es für mich selbstverständlich, das gute Werk meiner Mutter fortzuführen.

Schnell konnte ich weitere Mitstreiter von der Idee begeistern und gründete am 31. Mai 2007 den Verein „Stern des Südens“ e.V./Estrela do Sul“, benannt nach dem Sternbild in Lateinamerika, das Hoffnung bedeutet. Meine Schwester Marli Hansen-Rohleder ist die Ansprechpartnerin in den vier Projektschulen des Vereins in Porto Alegre/Südbrasilien.

Solange ich lebe und die Kraft habe Kindern und deren Familie zu helfen und Mitstreiter habe, die mich begleiten und bei meiner Arbeit unterstützen, werde ich nicht aufhören anderen Menschen zu helfen!"

Lisete Schwarz